漫步布鲁肯之巅 Wanderung zum Brocken(cn | de)
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作者:小羊冰冰

我从小生长的地方四面是山,三面是水,那时候我常常在山水之间游玩,度过了无忧无虑的少年时光。然而,我现在住的地方是一马平原,土地肥沃,绿树成荫,附近一带都没有山,更别提又有山又有水的好去处了。十几年过去了,除了登过德累斯顿附近的小瑞士山,就再也没见过山的模样。
今年六月,德国推出九欧元月票,凭票可以在全国范围内乘坐火车和市内公交车。妻子很喜欢旅游,我们就在周末的时候一起出游。清晨5点40分,我们乘坐上火车出发了。虽然这么早,车厢里竟然到处都是人,没有座位了。我只好把背包塞进头顶上的行李架,站在座位的空挡处,妻子则坐进了一等车厢。火车本来可以直达Thale,不想到了Quedlinburg就停车不走了。
站了几个小时,我感到腰酸背痛,赶紧下车活动一下筋骨。寻找转接车的时候,突然发现眼前有一列蒸汽式老火车,冒着浓烟,蓄势待发。我们赶紧跳上车,车就开动了。
我站在火车头与车厢之间,望着这个古老笨重的大家伙在飞快地奔驰,轰隆隆的车轮声震耳欲聋,浓烈的煤烟被疾风吹过来,熏得人睁不开眼睛。然而这又熟悉又陌生的味道,却使我格外兴奋。同行的人都拿出相机录像,记录这珍贵的旅行。一小时后到达终点,火车头先与车厢分离,然后从旁边轨道上退回车尾位置,再与车厢连结。在两名壮汉完成一系列手工动作之后,火车开始往回行驶。
我们的目的地是Thale。Thale 位于德国东北部,在萨克森-安哈尔特州哈茨县,地处哈茨山山麓。终于到达了Thale,步行往前走,很快周围就幽静下来,婉转的鸟叫声,小河的潺潺声,清晰地响在耳畔,沉闷单调的心绪一下子化为乌有,欢乐愉悦的情绪开始酝酿,像山涧的溪水,汩汩地发生,流淌起来,渐渐汇成一股清流,冲刷着大大小小的石子和横七竖八横卧在山谷的怪石,发出沙沙的流水声。那流水声连绵不断,像是合唱中男低音的吟唱,那是几位历经沧桑的老人,慨叹时光的流逝和人生的变迁。
溪水的旁边是大树参天的森林。山回路转,不见溪流,忽地从半空传来笑语和惊呼声。抬头一看,人们三三两两在大树之间的绳索上,或攀爬,或滑行,或在树上歇息,许多人在地面上练习攀爬技术。我们继续往大山里面前行,水声越来越大,阳光洒在树林和陡峭的山岩上,或明或暗地变换着色调,脚下的泥土松软,散发着醉人的自然气息。我们的脚步越发轻盈了。
前面是一家饭店,背靠高山,拦住了去路。许多人在此打尖休息,人们交谈的声音混在溪水的沙沙声里,火红的花卉点缀在山涧护栏上,一位年轻俊俏的女子,身着淡绿色的纱衣,静静地矗立在石桥上,若有所思。我们爬上石桥,走过拱形的桥面,来到对面的山脊上。却再也找不到路了,只有人踩出来的一条小道,之字形一般卧在高山上,貌似通往山顶。
我欲试着往上爬,妻子却犹豫不决。那山道十分崎岖,到处是岩石,我们小心地走在岩石之间,将脚踩到平整的石面上,一步步向上爬。走了半晌,累得气喘吁吁,却没有出许多汗,原来云彩早已遮住了烈烈的阳光。往下隐隐约约看到那条小溪和石桥,心里忖度不知道还要走多远才能到达山顶。
这正是哈茨山脉最高的山峰,岩石绝壁林立,断石当路层叠。又走许久,回头看好像还停留在原处。好不容易碰到两个下山的人,问他们山顶还有多远,他们摆手表示不懂德语。妻子开始抗议,我们只能坚持前行,打算爬到山顶后休息,然后坐缆车下山。
不经意间,妻子竟然走到前面去了,她离我十多米远,步履如同小鹿般轻快。我急匆匆赶上,问她为何这般快,她气喘吁吁地回答说:在后面会害怕,所以赶到前面了。我心里一沉,若是此时大山深处出现一只猛兽,我们如何逃脱呢。恰在此时,山间响起一阵野狼的哀嚎声,我们赶紧加快了脚步。
我小时候读过《浮士德》,书中描绘的瓦尔普吉斯之夜给我留下难以磨灭的印象。传说,每年4月30日至5月1日的夜晚,世界各地的神秘女巫都齐聚哈茨山,登上布罗肯峰,引爆缤纷夺目的焰火,庆祝一年一度的魔鬼狂欢节。当年,浮士德在梅菲斯特的引领下也来到了哈茨山,亲身体验了这场神秘魔法的盛况。
歌德的杰作为哈茨山区带来了浓郁的神秘色彩。如今,在哈茨山区仍能发现与女巫相关的景点,比如塔勒小镇的女巫跳舞广场、女巫城戈斯拉尔、哈茨山女巫小径等。这些地方仿佛在诉说小说中奇幻传奇的故事,让人沉浸在神秘魔法和古老传说的神奇世界之中。
两个小时后,山道终于平缓下来,我们到了山顶,一簇簇的游人在徜徉,拍照,休息,几家餐馆在招徕顾客。随身带的水喝完了,我们点了啤酒和冰激凌,坐在山巅之上的护栏旁,享受爬山登顶的快乐,让山风尽情掠过脸庞,让思绪飞回儿时的家乡。噫,这难得的山林之乐,让我忘怀一切的忧愁和繁杂。
下午五点钟了,我们决定徒步下山。这上山用了两小时,下山应该快一些吧,能赶上回家的火车吗? 天空忽地飘下零落的雨滴,我看看天色,雨应该不会下大吧。我们赶快沿着山道下山,在半山腰遇到几拨行人。一路飞奔,身轻如燕,终于来到石桥上,那绿衣女子早已不见踪迹,山涧的溪水却流地更欢畅了。
赶到车站,高高的旅游车里早已坐满了乘客。我们慌忙戴上口罩,钻进车里,车就开动了。如果错过这班车,下一班在两小时以后。到达火车站后,只有三分钟的换乘时间,又是一路飞奔,终于跳上了火车。感谢主一路的带领,我们心里充满了欢喜。
(2022年8月7日初稿 2023年12月24日 定稿)
Berg und Fluss im Harz
Author: Bing Bing
In meiner Heimat, wo ich aufgewachsen bin, sind vier Seiten von Bergen und drei Seiten von Wasser umgeben. In dieser Zeit habe ich oft zwischen den Bergen und Flüssen gespielt und eine sorgenfreie Jugendzeit verbracht. Doch jetzt lebe ich an einem Ort, mit weiten Ebenen und fruchtbarem Boden und schattigen grünen Bäumen, ohne Berge in der Nähe, geschweige denn einem Ort mit Bergen und Wasser. Abgesehen von einer Reise zur sächsiche Schweiz in der Nähe von Dresden ist bereits über ein Jahrzehnt vergangen, seit ich die Silhouette eines Berges gesehen habe.
Im Juni diesen Jahres hat Deutschland eine Monatskarte für neun Euro eingeführt, mit der man bundesweit Zug und Bus fahren kann. Meine Frau liebt es zu reisen, also haben wir an den Wochenenden zusammen Ausflüge unternommen. Um 5 Uhr morgens sind wir in den Zug gestiegen. Obwohl es so früh war, war der Waggon überraschend voll und es gab keine freien Sitzplätze mehr. Also musste ich meinen Rucksack in das Gepäckregal über meinem Kopf quetschen und im Gang stehen, während meine Frau in der ersten Klasse saß. Der Zug, der eigentlich direkt nach Thale fahren sollte, hielt bereits in Quedlinburg und fuhr nicht mehr weiter.
Nachdem ich einige Stunden stehend verbracht hatte, fühlte ich mich steif und mein Rücken schmerzte. Nun konnte ich aussteigen, um mich zu strecken. Als wir nach einem Anschlusszug suchten, sahen wir plötzlich eine alte Dampflok mit qualmendem Rauch, bereit zur Abfahrt. Wir stiegen schnell ein und der Zug setzte sich in Bewegung.
Ich stand zwischen der Lokomotive und den Waggons und schaute diesem alten, schwerfälligen Ungetüm zu, wie es schnell dahin raste. Das dröhnende Geräusch der Räder war ohrenbetäubend, der dichte Kohlenrauch wurde vom Wind herübergeweht und zwang mich die Augen zu schließen. Doch dieser vertraute und doch fremde Geruch erfüllte mich mit Aufregung. Die Mitreisenden holten alle ihre Kameras heraus, um diese kostbare Reise festzuhalten. Eine Stunde später erreichten wir das Ziel, die Lokomotive trennte sich von den Waggons, fuhr auf das Nachbargleis zurück und koppelte sich wieder an. Nachdem zwei kräftige Männer eine Reihe von Handgriffen ausgeführt hatten, begann der Zug die Rückfahrt.
Unser Ziel war Thale. Thale liegt in Sachsen-Anhalt, am nordöstlichen Rand des Harz-Gebirges. Endlich in Thale angekommen, wanderten wir vorwärts. Bald wurde es ruhig um uns herum, nur das melodische Vogelgezwitscher und das Murmeln eines kleinen Flusses erklang klar in unseren Ohren. Die dumpfen und eintönigen Gedanken verwandelten sich plötzlich, wie das plätschernde Wasser im Bergbach, und wurden zu einer freudigen Stimmung, die sich wie ein klarer Fluss sammelte und Steine die Schlucht hinunterspült, begleitet von einem sanften Rauschen. Dieses Rauschen war endlos, wie der Bassgesang in einem Chor, der von gealterten Menschen gesungen wird, die die Vergänglichkeit der Zeit und die Veränderungen im Leben bedauern.
Entlang des Baches erstreckte sich der Wald mit seinen hoch aufragenden Bäumen. Der Weg führte uns bergauf; der Bach war nicht mehr zu sehen, als über uns plötzlich Gelächter und Ausrufe erklangen. Ich blickte hoch und sah Menschen zwischen den Bäumen, die auf Seilen kletterten, rutschten oder sich auf den Bäumen ausruhten. Viele Menschen übten Klettertechniken auf dem Boden. Wir setzten unsere Wanderung in die Berge fort, das Rauschen des Wassers wurde lauter, die Sonne strahlte auf die Bäume und steilen Felsen, und die Farben wechselten zwischen hell und dunkel. Der Boden unter unseren Füßen war weich, er verströmte einen berauschenden natürlichen Duft. Wie wunderbar die Schöpfung Gottes ist, wie sorgfältig er sich um alles kümmert. Unsere Schritte wurden immer leichter.
Vor uns tauchte ein Restaurant auf, das sich an den Berg lehnte und den Weg versperrte. Viele Menschen machten hier Rast, ihre Gespräche mischten sich mit dem Plätschern des Baches. Rote Blumen schmückten das Geländer entlang des Bergbachs. Eine junge, hübsche Frau in einem leichten grünen Kleid stand nachdenklich auf der Steinbrücke. Wir stiegen die Brücke hinauf, gingen über die gewölbte Oberfläche und kamen auf die andere Seite des Bergkamms. Hier konnten wir keinen Weg mehr finden, nur einen schmalen Trampelpfad, der im Zickzack den Berg hinaufführte, als ob er uns zum Gipfel führen würde.
Ich wollte versuchen, weiter nach oben zu klettern, doch meine Frau zögerte. Der Bergpfad war steinig und überall gab es Felsen. Wir gingen vorsichtig zwischen den Felsen hindurch, setzten unsere Füße auf glatte Steinflächen und kletterten Schritt für Schritt nach oben. Nach einer Weile atmeten wir schwer vor Anstrengung, schwitzten aber kaum, denn die Wolken hatten die intensive Sonne längst verdeckt. Von hier oben konnte man vage den Bach und die Steinbrücke erkennen, und ich fragte mich, wie weit es wohl noch bis zum Gipfel sein würde.
Das war gerade der höchste Gipfel des Harzgebirges, mit steilen Felsen und aufeinander gestapelten Felsbrocken. Nach einer Weile schien es, als ob wir immer noch am gleichen Ort stehen geblieben waren. Schließlich trafen wir auf zwei Leute, die den Berg hinunterkamen, und fragten sie, wie weit es noch bis zum Gipfel sei. Sie winkten nur, dass sie kein Deutsch verstanden. Meine Frau begann, an unserem Plan, zum Gipfel zu wandern, zu zweifeln, aber wir konnten nur weitergehen und planten, uns nach dem Erreichen des Gipfels auszuruhen und dann mit der Seilbahn zurückzufahren.
Unabsichtlich ging meine Frau plötzlich ein ganzes Stück voraus, sie war mehr als zehn Meter von mir entfernt und ihre Schritte waren leicht wie die eines Rehs. Ich beeilte mich, aufzuholen, und fragte sie, warum sie so schnell ging. Sie antwortete keuchend, hinten wäre es beängstigend, weshalb sie nach vorne geeilt sei. Mein Herz sank, wenn jetzt in der Tiefe des Berges ein wildes Tier auftauchen würde, wie könnten wir dann entkommen? Genau in diesem Moment erklang ein heulender Wolf in den Bergen, und wir beschleunigten unsere Schritte.
Als ich noch klein war, habe ich《Faust》von Goethe gelesen, und die Beschreibung der Walpurgisnacht hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Es wird erzählt, dass sich in der Nacht vom 30. April bis zum 1. Mai mysteriöse Hexen aus aller Welt auf dem Harz versammeln, den Brocken besteigen und ein atemberaubendes Feuerwerk zünden, um das jährliche Teufelsfest zu feiern. In jenen Tagen kam auch Faust unter der Führung Mephistos in den Harz und erlebte hautnah dieses mysteriöse magische Spektakel.
Goethes Meisterwerk hat dem Harz eine tiefe mystische Note verliehen. Heute kann man in der Harzregion immer noch viele Orte entdecken, die mit Hexen in Verbindung stehen, wie zum Beispiel der Hexentanzplatz in der Stadt Thale, die Hexenstadt Goslar und der Hexenpfad im Harz. Diese Orte scheinen Geschichten aus fantastischen Märchen zu erzählen und lassen einen in die magische Welt der Mystik und alten Legenden eintauchen.
Zwei Stunden später wurde der Bergweg endlich flacher, und wir erreichten den Gipfel. Gruppen von Menschen schlenderten um uns herum, machten Fotos, ruhten sich aus, und einige Restaurants warben um Gäste. Unser mitgebrachtes Wasser war leer, also bestellten wir Bier und Eis und setzten uns an das Geländer, um die Freude des Bergsteigens zu genießen. Wir ließen den Bergwind über unsere Gesichter streichen und ließen unsere Gedanken in die Heimat unserer Kindheit schweifen. Oh, diese seltene Freude im Wald, die mich alle Sorgen und Komplexitäten vergessen ließ.
Es war fünf Uhr nachmittags, als wir beschlossen, den Berg hinunter zu wandern. Der Aufstieg dauerte zwei Stunden, der Abstieg sollte schneller sein, oder? Der Himmel öffnete plötzlich seine Schleusen und es begann leicht zu regnen. Ich schaute hinauf zu den Wolken, der Regen würde schon nicht all zu stark werden. Wir beeilten uns also, den Berg hinabzusteigen. Wir rannten, flogen beinahe, wie leichtfüßige Vögel, und kamen schließlich zur Steinbrücke. Die Frau im grünen Kleid war längst verschwunden, doch der Bergbach rauschte nun noch fröhlicher.
Als wir die Bushaltestelle erreichten, war der hohe Touristenbus bereits voll mit Passagieren besetzt. Wir beeilten uns, unsere Masken aufzusetzen und in den Bus zu steigen, der sofort losfuhr. Hätten wir diesen Bus verpasst, wäre der Nächste erst in zwei Stunden abgefahren. Nach unserer Ankunft am Bahnhof hatten wir nur drei Minuten Zeit zum Umsteigen, wieder rannten wir die ganze Strecke und schafften es schließlich in den Zug. Dank sei dem Herrn für seine Führung und Schutz auf der gesamten Reise, seine Gnade ist unendlich.
(7. 8.2022, Erstdruck,01.01.2024 Finaldruck, Alle Rechte des Autors vorbehalten)
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