回家 Auf dem Weg nach Hause (cn | de)
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作者:小羊冰冰

我在家里排行长子长孙,有两个妹妹,我们从小一起玩耍长大。两个妹妹像天使一般,时刻关爱着她们的哥哥,使哥哥的生活有声有色,绚烂多彩。我们有相同的爱好,学习相同的乐器,上相同的学校,结交相同的朋友,甚至我们的看法和观点都是惊人地相似。后来,我出国了,两个妹妹留在家乡工作,陪伴父母,我们就聚少离多了。2013年小妹娜来过柏林,住了快两个月,依依不舍地回去了。2015年7月,大妹娟带着丈夫,女儿茜茜也来了,他们给我们带来了浓浓的家乡的气息。
茜茜和盼盼很快就玩到一起了。两个小女孩像含苞待放的花朵,又像淘气的小蜻蜓,时而窃窃私语,时而追逐嬉戏。她们天使般的容颜和银铃一样的嬉笑声,让我仿佛见到了往昔的妹妹俩。已逝的往昔啊,有我们多少的回忆,多少的欢乐。
亲人相聚,少不了要外出旅游。我们结伴同行,一起到美丽的南欧旅游。路上有很长的一段行程是靠着易北河的,河的两岸是低矮的山岭,间或是开阔的平地,由于两岸郁郁葱葱的,河水仿佛也染成了浓郁的绿色,满满地涨溢在河道里,缓缓地流动着。你甚至感觉不到河水是在流动,仿佛静止在那里,像一幅纯粹的山水画。
我们一起到了匈牙利的布达佩斯。刚出火车站,感觉周围有些杂乱,不同肤色的人们站在那里,显得无所事事,心不在焉。后来回到柏林后,才知道那是欧洲难民潮的先兆。一个月之后,那趟由布达佩斯开往柏林的特快列车在出发几分钟后,被警察荷枪拦住,又返回了原地,原来车厢上挤满了偷渡的叙利亚难民。从此,从那里开往德国的客运列车就停运了。
所幸的是,我们是一个月之前在那里,我们的回程火车准时出发了,中途我们还在美丽的布拉格玩三天。我们徜徉于怡人的布拉格城市的美景当中,惬意地享受着阳光和新鲜的空气,忘记了工作的压力和生活的烦恼,感到饿的时候就找一家餐馆大吃一通。我们感叹欧洲文化的精妙,经济的发达,社会的文明和生活的优雅舒适。我们讨论基督信仰,谈论家庭关系,交换孩子教育的心得和方法。终于要离开布拉格了,我们有些恋恋不舍地上了火车。在车上碰巧遇见了一对来自布达佩斯的夫妻。我们就和他们说了关于陈布达和陈佩斯兄弟俩的典故,他们饶有兴趣地听了,和我们闲聊了好一阵子。
披着一身的疲劳,终于回到了柏林的家。大家争先恐后地洗了澡,换上宽松的衣服,风卷残云般地吃过了晚餐,倒头就睡了。我在梦里又回到旅途,正急急地盼着快快回家的时候醒了。太阳光照进客厅,洁白的墙面,墨绿的沙发,苍劲有力的毛笔书法,生机勃勃的兰花,一切的物件仿佛都涂上了淡淡的金黄色。
这是礼拜天,我们前往教堂参加礼拜。一百多人一起唱赞美诗,有人祷告,牧师朗读圣经的经文。又有人过来和我们说话,问长问短。妹妹一家人还从来没有经历过这些,他们的心里充满了温暖和光明。当牧师问他们愿不愿意决志信主的时候,没想到他们三人都说愿意。
于是,牧师分别带领妹妹,妹夫和外甥女做了决志祷告,他们成为天父上帝的儿女了。我的心不由地感动了,原来这才是他们来德的主要目的,天父已经在呼召他们回家,就像浪子重新回到父亲的家。以前的是是非非,罪债过失一概不再追究了,他们从此成为了新造的人,自由的人和拥有永生的人,从此他们的人生路上有天父的引导和保护,平安和喜乐将永远伴随他们。
经过多年的漂泊和流浪,我们终于回家了。
(2021年7月28日初稿 1200字)
Heimkehr – Going Home
Author: Bing Bing Weidemann
Ich bin der älteste Sohn und Enkel in unserer Familie und habe zwei jüngere Schwestern. Wir sind gemeinsam aufgewachsen, spielten Tag für Tag zusammen und waren unzertrennlich. Meine beiden Schwestern waren wie zwei Engel – sie umsorgten ihren großen Bruder stets mit zärtlicher Liebe und machten mein Leben lebendig, bunt und voller Klang.
Unsere Interessen waren dieselben: Wir lernten dieselben Instrumente, gingen auf dieselbe Schule, hatten denselben Freundeskreis. Selbst unsere Gedanken und Meinungen glichen sich oft auf erstaunliche Weise.
Dann kam der Wendepunkt: Ich ging ins Ausland, während meine Schwestern in der Heimat blieben. Sie arbeiteten dort und kümmerten sich um unsere Eltern. Von da an wurden unsere Begegnungen selten.
Im Jahr 2013 besuchte mich meine jüngere Schwester Nana in Berlin. Sie blieb fast zwei Monate. Als sie sich schließlich verabschiedete, fiel es uns beiden schwer, loszulassen. Zwei Jahre später, im Juli 2015, kam meine ältere Schwester Juan – begleitet von ihrem Ehemann und ihrer Tochter Sisi. Sie brachten nicht nur Koffer mit, sondern auch den vertrauten Duft der Heimat.
Sisi und meine Tochter Panpan fanden sofort zueinander. Die beiden Mädchen glichen zarten Blütenknospen oder übermütigen Libellen – einmal flüsterten sie verschwörerisch, dann wieder jagten sie sich kreischend durch den Garten. In ihren engelsgleichen Gesichtern und ihrem glockenhellen Lachen glaubte ich, meine Schwestern aus Kindertagen wiederzusehen.
Was für eine kostbare Zeit das war – so viele Erinnerungen, so viel Glück, das nun in der Ferne leuchtete.
Natürlich gehörte zu einem solchen Wiedersehen auch eine gemeinsame Reise. Wir machten uns auf in den Süden Europas. Ein längerer Teil der Strecke führte uns entlang der Elbe. Zu beiden Seiten des Flusses erstreckten sich sanfte Hügel und weite Ebenen. Das satte Grün der Ufer spiegelte sich im Wasser wider, das so ruhig war, dass man fast vergaß, dass es überhaupt floss – es lag da wie ein Gemälde, still und vollkommen.
Wir erreichten Budapest. Kaum hatten wir den Bahnhof verlassen, empfing uns ein Bild der Unruhe. Menschen verschiedenster Herkunft standen scheinbar ziellos umher – mit leerem Blick, ohne Ziel. Erst viel später begriffen wir: Es war die stille Vorahnung der bevorstehenden Flüchtlingskrise.
Nur ein Monat nach unserer Rückkehr wurde derselbe Zug, der von Budapest nach Berlin fährt, nach wenigen Minuten von bewaffneten Polizisten gestoppt. Die Waggons waren voller syrischer Flüchtlinge. Der Zug kehrte um – und bald darauf wurde der gesamte Fernverkehr auf dieser Strecke eingestellt. Wir hatten Glück: Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Unser Rückzug verlief planmäßig. Unterwegs verbrachten wir noch drei unvergessliche Tage in Prag.
Die Stadt verzauberte uns mit ihrem alten Charme. Wir schlenderten durch die Gassen, genossen Sonne und Wind, ließen die Sorgen des Alltags hinter uns. Wenn uns der Hunger überkam, suchten wir ein gemütliches Restaurant. Wir sprachen über Kunst und Kultur, über Familie und Erziehung, über den Glauben und das Leben.
Beim Abschied aus Prag stiegen wir wehmütig in den Zug. Dort begegneten wir einem Ehepaar aus Budapest. Wir erzählten ihnen die Anekdoten über die chinesischen Brüder Chen Boda und Chen Peisi – sie hörten aufmerksam zu und lachten herzlich.
Erschöpft, aber erfüllt kamen wir endlich wieder in Berlin an. Kaum zuhause, duschten wir, zogen uns bequeme Kleidung an, stürzten uns aufs Essen – und fielen schließlich wie Steine in die Betten. Im Traum war ich wieder unterwegs – in der letzten Etappe der Reise, mit der sehnsüchtigen Erwartung, endlich wieder heimzukehren.
Am Morgen fiel Sonnenlicht ins Wohnzimmer. Die weißen Wände, das tiefgrüne Sofa, die kräftige chinesische Kalligraphie an der Wand, die lebendige Orchidee – alles schien in warmes Gold getaucht.
Es war Sonntag. Wir machten uns auf zum Gottesdienst. Über hundert Menschen sangen gemeinsam Lobpreislieder, es wurde gebetet, der Pastor las aus der Bibel. Viele kamen auf uns zu, begrüßten uns herzlich, stellten Fragen.
Für meine Schwester und ihre Familie war das alles neu. Doch in ihren Herzen wuchs etwas: ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit – Licht. Als der Pastor fragte, ob sie Jesus Christus als ihren Erlöser annehmen wollten, sagten alle drei leise, aber bestimmt: „Ja.“ Der Pastor betete mit ihnen das Gebet der Lebensübergabe. In diesem Moment wurden sie Kinder Gottes.
Ich war tief bewegt. Da erkannte ich: Das war der wahre Sinn ihrer Reise. Der Vater im Himmel hatte sie gerufen. So wie der verlorene Sohn zurückkehrt in das Haus des Vaters, so kamen auch sie nach Hause. Vergangenes wurde vergeben, alte Schuld vergessen. Sie waren nun neue Menschen – frei, erlöst, mit ewigem Leben. Von nun an würden sie ihren Weg unter Gottes Schutz gehen. Mit seiner Führung, mit seinem Frieden, mit seiner Freude.
Nach all den Jahren des Suchens und Umherirrens… sind wir endlich zu Hause angekommen.
(Erstfassung am 28. Juli 2021)
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One response to “回家 Auf dem Weg nach Hause (cn | de)”
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感谢上帝!让我们在主里成为姊妹!

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