中国,我的母亲 Meine Mutter in China(cn | de)
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作者:小羊冰冰
我出生在中国大西北的农村,家乡就在母亲河黄河的岸边,从小吃黄河水长大。那时的黄河水一年四季许多时候都是清澈透明的,大人们从河湾里担来水,倒进水缸,即可饮用。有时候,河水是浑浊的,掺杂着黄色的泥沙,水桶的水需要加点盐,沉淀一两个小时,然后再倒进水缸。我和妹妹们渐渐长大,不免要肩负起打水的重任,经常一起去河边抬水。
我家却没有像样的扁担,就用一根约有小手臂粗细的圆木来代替。这圆木就成了我们的扁担。圆木的大头一边有一道自然的疤痕,我和妹妹抬水的时候,我手扶着水桶,不让它们越过这疤痕,以便让妹妹一边轻省些。这样日久天长,我的肩膀适应了这圆木。有一次,我使用正常的扁担担水的时候,才发现肩膀疼痛难忍,不得不走走停停。都是这圆木惹的祸。

(一)
我上初中的时候,经常和同学们轮流打扫教室卫生。我的中学坐落在一个黄土高坡之上,高坡的中间有一道主干水渠。在农业灌溉的季节,我们可以从这水渠当中取水,抬到教室去,比较省力。许多的时候,渠中并没有水,我们只好到河湾里去抬水,这下就很费时费力了。妈妈看到我要吃力地抬水,就经常放下手里的农活,帮我从河湾里挑一担水,送到教室。
那时候妈妈三十多岁,一条长辫子垂在腰间,一人承担了几乎所有的农活。因为爸爸是公办老师,先是在外地教书,后来才调到本村任教,由于工作繁忙,他只能帮妈妈做一部分农活。我们家里比较穷,家里没有钟表,不能准确地确定时间。冬天的时候,妈妈经常天不亮就叫我起来,揣给我早餐袋,催我上学去。我走之后又过了好久,天还是没有亮,妈妈就开始担心我是否出门太早了,路上会不会有危险。有一次我感冒生病了,晚上要到黄土山坡上的医生家打针。由于多次打针,屁股肿痛,走路困难,妈妈就背着我回家。在经过一处独木桥的时候,差点摔下去。所幸妈妈及时稳住了脚步,有惊无险地过了桥。
我很怕去上学,倒不是怕学功课,而是怕路上的恶狗咬人。我家有两条路通向学校,上面一条路的中间拐弯处有一群狗,经常在路上嬉闹,临近学校的地方又有几家养着狗。每次我走过去的时候,都是放轻脚步,小心谨慎地走过,生怕恶狗冲过来拦住去路。下面一条路上的狗比较少,似乎比较友好,不经常吠叫。然而有一段路靠着果树林,天色黑的时候,那果树林黑森森的,闪着诡异的眼光,注视着你,让人不寒而栗。
在农村里,各家住的很近,鸡犬之声相闻,锅碗瓢盆叮当。在我10岁之前,我家住在一个四合院里,里面住了好几家人,都是本房的亲堂弟兄。大家养了很多鸡,各家的鸡在一起刨食吃,在院子里踱步,在房顶上晒太阳。天黑的时候,鸡就各回各家休息去了。第二天,天麻麻亮的时候,有一只公鸡突然间就大声打鸣了,然后鸡群就跟着此起彼伏地打鸣了。这只公鸡俨然是鸡国的国王,每天定时定点带头打鸣,别的鸡对它也恭敬有加。然而它却十分骄傲,看人的时候,眼里充满不屑和敌意。我和妹妹们都很害怕它,因为它会突然间闯到我们面前,扑腾着翅膀,横着身子冲过来,凶狠地啄我们。
妈妈看到这种情景,很是担心公鸡啄伤我们,尤其害怕它啄到我们的眼睛。于是就去央求这群鸡的主人,劝她把这只鸡宰了,以免出事。这主人正是我们的堂奶,她不愿意宰这只鸡。妈妈就三番五次去央求,好歹终于说通了,这公鸡就成了桌上的一道菜。
接下来的那天,鸡群没有打鸣,好像沉浸在悲伤之中。我们可高兴了,又可以无忧无虑地到处嬉戏玩耍了,妈妈也舒展了紧皱的眉头。谁知过了几天消停日子,鸡又打鸣了。原来一只年轻的公鸡开始带头了。这只公鸡不但打鸣,而且它也啄我们小孩子,甚至比那只公鸡更厉害。
妈妈的眉头又皱起来了。她又去三番五次央求堂奶。堂奶的头摇得像拨浪鼓一样,慢条斯理地说,这只鸡还小呢,要等它长足了斤量了才能宰。妈妈心里好担心,却也没有办法。这公鸡又啄我了,妈妈看到后很生气,顺手抄起一把扫帚,虚张声势地打起鸡来。这鸡就慌忙逃走了。堂奶可不高兴了,这打狗还要看主人呢,何况鸡呢。
有一天,妈妈在屋里忙,突然听到院子里传来孩子的惊叫声。她吓坏了,以为是我被啄了,赶紧冲出房门。院子里没有孩子,声音是从后院传过来的。她又赶到后院,看到我的小堂叔正站在廊子里,那只公鸡站在他的头顶上,正在不停地啄他的前额。大概小堂叔由于害怕,不敢用手打公鸡,只是一个劲地在摇摆他的头。堂奶也在廊子里,吓得面如土色,飞快地冲上前,一把将公鸡的脖子捏住,拽了下来。还好,公鸡没有啄到小堂叔的眼睛。堂奶当天就宰了这只公鸡。以后只要哪只公鸡开始啄人了,堂奶就立马宰了它。我们孩子们开心极了。
(二)
妈妈从爷爷继承了良好的身体素质,是天生的运动健将。她在上小学和初中的时候,田径项目中的铁饼和铅球成绩非常突出。有一次省上的体校来人考察,看上了妈妈,想直接录取她进体校接受专业训练。妈妈不知道该怎样办,老师们就到妈妈家里,询问爷爷奶奶的意见。奶奶一听,立刻表示不同意,她担心体校的生活太辛苦了,妈妈会受许多的苦。她更愿意妈妈像普通女孩一样,将来中学上完了,就嫁到附近的乡村人家,过她熟悉的生活。老师们实在喜欢妈妈,一连好几天来劝说奶奶,最后因为奶奶的激烈反对还是放弃了。
妈妈的体育梦还在继续进行。她参加了学校篮球队,担任女队的队长,经常奔驰在训练场和赛场之上。妈妈的身体素质非常好,激烈的比赛对抗使她心里充满快乐和力量。学校篮球队渐渐出了成绩,在县里各学校中名声鹊起,后来多次代表县上参加各县之间的联赛。
妈妈上高二的时候,那场浩大的革命运动终于迫不及待地开始了。学校的老师们一个个被造反派批斗殴打,人心陷在一片惊慌和迷茫当中。妈妈的数学成绩一直名列前茅,而她最喜欢的数学老师也被轮番批斗。在老师生命的最后时刻,他送给妈妈一张黑白照片,上面有他的亲笔签名和赠言。不久,这位可敬的老师就自杀了。
革命运动的车轮轰轰烈烈地前进,改变了一代人的命运。妈妈高中毕业了,没有大学可以报考,只好回家务农。奶奶看到妈妈年龄不小了,就将她嫁给了家境贫寒的爸爸。妈妈怀着对爱情的向往,离开了朝夕相处的父母,来到爸爸的乡村,开始了她全新的生活。
环境的巨大变化,让妈妈应接不暇。妈妈开始适应复杂的家庭关系,投身到乡村的生产生活当中。妈妈伺候公公婆婆,服侍三个未成年的小叔子,一把屎一把尿地拉扯三个孩子。妈妈和社员们一起,在春天里播种,在夏天里割麦,在秋天里收果实,在冬天里捡树枝,扫落叶。
村子里有一个晒麦场,晒麦场的旁边就是幼儿园和老人俱乐部。冬天农闲的时候,老人们蹲在阳光充足的角落,缩着脑袋,拖着长长的鼻涕,或聊天,或下棋。孩子们在草场上到处乱跑乱跳。有一回,村上的马车夫带了一杆钢砂枪,埋伏在草垛后边。成群的麻雀在草场上找食吃。突然间,一声巨响,几十只麻雀中弹了。大人们支了口大锅,烧上水,煮起了麻雀。小孩子们围在锅边,眼馋地盯着鲜嫩的麻雀肉,赶也赶不走。
不知谁家的小孩带来了皮球,孩子们如获至宝,在晒麦场玩起来了。妈妈突然放下手里的活,抢过皮球,一溜烟地在场子里打起篮球来。社员同志们瞪大了眼睛,惊讶地看着妈妈在晒麦场上带球奔跑。秋天里瓜果飘香,社员们欢声笑语,在收获的季节辛勤地忙碌着。又大又红的苹果,金灿灿的冬果梨,还有翠绿的香水梨,一车一车从果园运到仓库。妈妈和同伴一起拉着车,经过我家门口的时候,碰巧我正站在门口,眼巴巴地看着车里的果子。妈妈就拿起两三个苹果,揣进我怀里。我飞快地跑进家门,将果子从窗户孔里丢进去。晚上我们一家有苹果吃了。
我们家在四合院的西南角,住房坐西朝东,旁边是简陋的厨房。平时少有阳光,连屋里的光线都比较暗。我们姊妹三人经常端着铁瓷碗,坐在门槛上吃饭。我们经常吃的是玉米面饭,没有菜的时候,倒点醋,放上红红的辣椒酱,也可以香香地吃一顿。妈妈用灶火做玉米面团,由于火很旺,锅底就粘上一层薄薄的锅巴,就是美味的饭后点心。妈妈将锅巴铲起来,分给我们。锅巴黄葱葱的,香香脆脆的,直诱人的口水。我仍旧坐在门槛上,一点点嚼着锅巴。母鸡们会过来围在脚前,捡掉在地上的零碎吃。有一只母鸡不耐烦了,忽地一下飞到我的碗边,双爪抓住碗边,从碗里抢锅巴吃起来。
爸爸妈妈上班出门的时候,会锁上房门。我和妹妹从学校或幼儿园回来,经常被房锁挡在门外,我们就在院子里玩耍,和小伙伴们做游戏。一天的下午,阳光灿烂,暖暖地照在院子里,我和一群小伙伴正在玩耍,听到我家的母鸡叫了。我回头一看,它正从草堆里站起来,摇摇尾巴,自豪地走开了。原来它下蛋了。我跑过去,捡起热乎乎的鸡蛋,在脸颊上轻轻蹭一下,然后小心地揣进口袋里,生怕弄破了。
不知什么时候,妈妈下班回来了,喊我去吃饭的时候,她发现我的口袋里满是蛋黄,蛋清和碎了的蛋壳。于是我挨了顿妈妈的责骂。妈妈在屋里洗我的衣服,罚我站在院子里。站在东屋的屋檐下,我叹了口气,眼看着落日的余晖一点点地褪去,心里琢磨着该怎样回到温暖的家。正在胡思乱想的时候,爸爸的朋友来了,爸爸妈妈满脸笑容地出来接待他。我趁机溜进房间,悄悄钻到了被窝里。
(三)
我又一次生病了,没有去上学,躺在家里的炕上。大夫来过了,打了针,开了中药。妈妈不时地过来嘘寒问暖,伸手摸我的额头,在我的耳边喃喃私语。我在炕上昏昏沉沉地睡着,间或被妈妈叫醒,侧起身服碗汤药。妈妈在厨房里做饭,叮叮当当的响声传到我的房间,我不觉有些饿了。没过一会,妈妈端来了拉条子面,配上新鲜的蔬菜和细细的肉丁。原来妈妈给我做了单锅饭,是特别好吃的那种,只给我一人吃的。我却没有胃口,吃了两口,就放下了筷子。妈妈陪在身边,一遍遍劝我再吃一点。妹妹们下学了,冲过来看我,眼馋地盯着我碗里的拉条子面。看得出,她们羡慕我生病,可以吃到如此的美味。我倒有了些胃口,可以继续吃点了。
春天的时候,妈妈和社员们去田里播种。妈妈身上背着氨水桶,跟着播种机走来走去。氨水桶沉沉地压在妈妈的肩上,桶的下端随着步伐不断地摩擦妈妈的腰部。过了些时候,妈妈觉得腰间火烧般地疼痛,怀疑氨水桶漏了,就向队长提出检查的请求。队长大大咧咧地走过来,看了两眼,拍了一把氨水桶,说了声:木问题,干活。妈妈咬紧牙关,忍住疼痛,坚持把当天的任务完成了。
终于下班了。妈妈回到家,脱下衣服检查,这才发现腰部左侧被磨破,氨水渗进皮肉,腐蚀伤处,红肿疼痛,赶紧去卫生所治疗。大夫对伤处进行了处理,开具了休养三个月的假条。妈妈生病了,然而她还得照顾服侍一家人,她照样每天在灶头边做饭,在小板凳上洗衣,在炕头上缝缝补补。
农村的包产到户开始了。妈妈独自承担了所有的压力,整天奔波在果园,山地和河湾的沙地之间。家里购置了不少新的农具,从犁地,播种,到喷农药,攀果枝,从春天的盼望,到秋天的收获,妈妈的足迹遍布每一个角落,每一寸光阴。
有一年夏天,沙地里的西瓜长成熟了,爸爸妈妈租了辆拖拉机,装了满满一车,连夜赶去城里赶早市卖瓜。爸爸妈妈穿上棉衣,坐在车厢的边缘上,手抓着车梁,一路颠簸。快到兰州城的时候,突然有三个人影从路旁窜出,一个人大声招呼,似乎要问什么。爸爸一边答应着,一边准备停车应对。妈妈发现情况不对,赶紧对司机说:是打劫的,快开车。车子开始加速,不料那人已经追上来了,双手抓住车厢后门,一只脚蹬在车门上,马上就要爬上车了。爸爸回过神来,大声呵斥他,手里抡起木棒,却不忍心打下去。正在僵持的时候,妈妈爬过来,把那人的手指从车门上掰开,他人这才停止攀爬,跳下了正在飞驰的拖拉机。
妈妈的生活,可以说没有享受,没有轻松,没有娱乐,却只有劳作,只有辛苦,只有坚持。她的这种坚持不懈,不畏困难的精神影响了我们姊妹三人,让我们早早就知道生活的艰辛和人生的内涵,使我们养成坚韧不拔的习惯。 姊妹三人除了忙学习,一有闲暇就到地里帮忙干活。我是唯一的男孩,年龄长,力气大,所以,和妹妹们相比,农活也干的最多。我经常是带着书包到地头,干到时间差不多了,在水渠里洗个手,背上书包跑步上学。我没觉得辛苦,倒是对父母亲充满感恩,他们从来也没有因为农活耽误过我的上学。农活的规划,管理和实施全部都靠父母亲二人,我在旁边只是搭把手,帮帮忙而已。
(四)
时光匆匆流过,三个姊妹已经长大成人了,妈妈的眼睛却昏花了,头发花白了,步履迟缓了。多年以来,我侨居德国,与妈妈见面的次数异常稀少。每次见面,妈妈总会贴近我的脸,仔细看看我。每次见面,妈妈总是感叹刚刚见面,又要分别。
亲爱的妈妈,你就仔细看吧,尽情看吧,记住儿子的眼睛,鼻子,嘴巴,好在你思念儿子的时候,能够想起他的模样。
亲爱的妈妈,你就仔细看吧,尽情看吧,看到儿子心里满满的爱,好在你思念儿子的时候,能够成为你的安慰。
亲爱的妈妈,你就仔细看吧,尽情看吧,看到儿子内心的叹息忧伤,好在你思念儿子的时候,能够知道儿子也在思念你。
亲爱的妈妈,你就责备儿子吧。亲在外,子欲孝而不能。儿子不在身边,你受苦了。不要问为什么又要离别,为什么总是天涯相隔。不要叹息时光的无情,生活的艰辛。因为人生就是一场旅行,旅行的终点就是天堂的家,在那里我们将永不分离。
亲爱的母亲,你用甘甜的乳汁将我喂养,你用谆谆的教导将我培育。春天里你教我歌唱,夏天里你陪我嬉戏,秋天里你给我喜悦,冬天里你使我坚强。就在孩子羽翼丰满的时候,你柔情的双手放飞我的希望,你慈爱的眼目注视我远走高飞。
亲爱的母亲,你的爱让我热泪盈眶,心潮起伏。你的痛使我梦萦魂牵,彻夜难眠。你的一呼一吸,都与我紧紧相连,息息相关。因为你已在我的面孔打上印记,在我的血脉播下种子 ── 不,不仅是我,还有我的儿女后代,世世代代都是中华的儿女。
亲爱的母亲,我的家乡,我的中国,盼望你山清水秀,繁荣富强。我盼望你民风淳朴,国泰民安。盼望你生生不息,代代相传。尤其盼望天佑中华,福遍神州,我的祖国巍然屹立在世界的东方,不断创造文明的奇迹。
(2015年5月初稿 2026年元月修稿)
Meine Mutter in China
Author: Bing Bing
Ich wurde auf dem Land im Nordwesten Chinas geboren, mein Heimatdorf liegt direkt am Ufer des Gelben Flusses, der auch “Mutter Fluss” genannt wird. Schon von klein auf trank ich Wasser aus dem Gelben Fluss. Damals war das Wasser oft klar und durchsichtig, egal ob Sommer oder Winter. Die Erwachsenen schöpften das Wasser aus den Flussbuchten und schütteten es in große Tonnen, um es direkt zu trinken. Manchmal war das Flusswasser trüb und voller gelbem Schlamm. In diesem Fall musste man etwas Salz ins Wasser geben, es ein oder zwei Stunden absetzen lassen und dann erst in die Trinkbehälter füllen. Meine Schwestern und ich wurden älter und mussten die Aufgabe übernehmen, Wasser vom Fluss zu holen, also gingen wir oft zusammen zum Ufer, um Wasser zu schöpfen.
Wir hatten aber keine richtige Schulterstange, also verwendeten wir einen Holzstamm, der etwa so dick war wie ein Unterarm. Dieser Stamm wurde unser Ersatz für eine Trage. An einem Ende des Stamms gab es eine natürliche Kerbe, und wenn meine Schwester und ich das Wasser trugen, hielt ich die Eimer so, dass sie nicht über die Kerbe hinausrutschten, um meiner Schwester das Tragen zu erleichtern. Im Laufe der Zeit gewöhnte sich meine Schulter an den Holzstamm. Einmal, als ich eine normale Schulterstange benutzte, stellte ich fest, dass meine Schulter schrecklich schmerzte und ich ständig Pausen einlegen musste. Alles wegen dieses verdammten Holzstamms!
Teil 1
Als ich in die Mittelschule ging, mussten meine Klassenkameraden und ich abwechselnd das Klassenzimmer reinigen. Meine Schule lag auf einer Hochfläche aus gelber Erde, und mitten durch das Gelände verlief ein Hauptwasserkanal. Während der landwirtschaftlichen Bewässerungssaison konnten wir Wasser aus dem Kanal schöpfen, was weniger anstrengend war. Doch oft war der Kanal trocken, und wir mussten zum Fluss, um Wasser zu holen, was viel Zeit und Mühe kostete. Wenn meine Mutter sah, wie schwer ich mich tat, ließ sie oft ihre landwirtschaftliche Arbeit liegen, um mir zu helfen, eine Ladung Wasser in die Schule zu bringen.
Meine Mutter war damals in ihren Dreißigern, ihr langer Zopf reichte bis zur Taille. Sie erledigte praktisch alle Feldarbeiten, weil mein Vater, der ein staatlicher Lehrer war, erst in einer anderen Stadt unterrichtete und später erst in unser Dorf versetzt wurde. Da er sehr beschäftigt war, konnte er meiner Mutter nur teilweise bei den Feldarbeiten helfen. Wir waren recht arm und hatten keine Uhr, um die Zeit genau zu bestimmen. Im Winter, als es noch dunkel war, weckte mich meine Mutter oft und drückte mir eine Frühstückstüte in die Hand, bevor sie mich zur Schule schickte. Nachdem ich gegangen war, dauerte es noch lange, bis es hell wurde, und meine Mutter machte sich Sorgen, ob ich zu früh losgegangen war und ob es auf dem Weg gefährlich sein könnte. Einmal hatte ich eine Erkältung und musste abends zu einem Arzt auf einem Hügel aus gelber Erde, um eine Spritze zu bekommen. Aufgrund mehrerer Injektionen war mein Gesäß geschwollen und es fiel mir schwer, zu gehen, also trug meine Mutter mich auf ihrem Rücken nach Hause. An einer schmalen Brücke hätte sie beinahe das Gleichgewicht verloren, aber sie konnte sich rechtzeitig fangen und brachte uns sicher über die Brücke.
Ich hatte große Angst zur Schule zu gehen, aber nicht wegen des Lernens, sondern wegen der bösen Hunde auf dem Weg. Es gab zwei Wege zur Schule: Auf der oberen Strecke gab es an einer Kurve eine ganze Horde von Hunden, die oft auf der Straße herumtollten, und in der Nähe der Schule hielten mehrere Haushalte Hunde. Jedes Mal, wenn ich vorbeikam, schlich ich auf Zehenspitzen und ging vorsichtig, aus Angst, die Hunde könnten herausstürmen und mir den Weg versperren. Auf dem unteren Weg gab es weniger Hunde, und sie schienen freundlicher und bellten nicht so oft. Doch auf einem Abschnitt war ein Obstgarten, und wenn es dunkel wurde, funkelte es bedrohlich aus den Bäumen, als ob unsichtbare Augen dich beobachten würden. Das ließ einem das Blut in den Adern gefrieren.
Auf dem Land wohnen die Menschen sehr eng beieinander, man hört das Krähen der Hähne und das Gebell der Hunde, und aus den Küchen dringt das Klappern von Töpfen und Pfannen. Bis ich zehn Jahre alt war, lebten wir in einem traditionellen Hof, in dem mehrere Familien aus demselben Clan lebten. Jede Familie hielt viele Hühner, die gemeinsam im Hof nach Futter pickten und auf den Dächern in der Sonne badeten. Wenn es dunkel wurde, kehrten die Hühner in ihre eigenen Ställe zurück, um zu schlafen. Am nächsten Morgen, kurz bevor es richtig hell wurde, krähte plötzlich ein Hahn lautstark, und die anderen Hühner folgten ihm nach. Dieser Hahn war wie der König des Hühnerreichs, der das Signal zum Krähen gab, und die anderen Hühner respektierten ihn. Doch er war ziemlich arrogant und schaute die Menschen immer mit einem feindseligen Blick an. Meine Schwestern und ich hatten Angst vor ihm, weil er manchmal plötzlich vor uns auftauchte, mit den Flügeln schlug und uns aggressiv angriff.
Meine Mutter sah das und machte sich Sorgen, dass der Hahn uns verletzen könnte, besonders wenn er unsere Augen treffen würde. Also bat sie den Besitzer des Hahns, der zufällig unsere Tante war, das Huhn zu schlachten, um Unfälle zu vermeiden. Unsere Tante wollte nicht, weil sie den Hahn mochte, aber nach mehrmaligem Bitten gab sie schließlich nach, und der Hahn endete auf dem Tisch.
Am nächsten Tag krähte kein Hahn, als ob die anderen Hühner trauerten. Aber wir Kinder freuten uns, weil wir wieder ungestört herumtollen konnten, und auch meine Mutter konnte endlich entspannt durchatmen. Doch ein paar Tage später fing wieder ein junger Hahn an zu krähen, und dieser Hahn war nicht nur laut, sondern auch noch aggressiver als der vorherige. Er attackierte uns Kinder noch heftiger.
Meine Mutter runzelte wieder die Stirn und ging erneut zu unserer Tante, um sie zu bitten, auch diesen Hahn zu schlachten. Doch unsere Tante lehnte diesmal ab und meinte, der Hahn sei noch zu jung und müsste erst ausgewachsen sein. Meine Mutter machte sich Sorgen, konnte aber nichts tun. Als der Hahn mich wieder attackierte, war meine Mutter so wütend, dass sie einen Besen nahm und den Hahn verscheuchte. Unsere Tante war nicht glücklich darüber, denn selbst Hunde darf man nur im Beisein ihrer Besitzer bestrafen, geschweige denn Hühner.
Eines Tages war meine Mutter in der Küche beschäftigt, als sie plötzlich Schreie aus dem Hof hörte. Sie dachte, jemand sei verletzt worden, und rannte hinaus, nur um festzustellen, dass niemand im Hof war. Der Lärm kam aus dem Hinterhof, und als sie dort ankam, sah sie, wie mein kleiner Onkel auf der Veranda stand und der Hahn auf seinem Kopf saß, ihn ständig am Kopf pickend. Vermutlich hatte mein Onkel Angst, den Hahn mit den Händen zu schlagen, also schüttelte er nur den Kopf, um ihn loszuwerden. Unsere Tante war ebenfalls dort und eilte hin, um den Hahn am Hals zu packen und ihn herunterzuziehen. Zum Glück hatte der Hahn nicht die Augen meines kleinen Onkels erwischt. Unsere Tante schlachtete den Hahn noch am selben Tag. Ab da wurde jedes Mal, wenn ein Hahn aggressiv wurde, sofort geschlachtet, und wir Kinder waren darüber sehr glücklich.
Teil 2
Meine Mutter hatte von meinem Großvater eine robuste Konstitution geerbt und war eine geborene Athletin. Während ihrer Schulzeit zeichnete sie sich besonders in Diskus- und Kugelstoßen aus. Einmal kam ein Team von der Provinzsportschule, um Talente zu sichten, und sie wollten meine Mutter direkt aufnehmen, um sie professionell auszubilden. Meine Mutter wusste nicht, was sie tun sollte, also besuchten die Lehrer unser Haus, um mit meinem Großvater und meiner Großmutter darüber zu sprechen. Meine Großmutter war sofort dagegen, weil sie dachte, dass das Leben in einer Sportschule zu hart wäre und meine Mutter leiden würde. Sie wollte, dass meine Mutter wie ein normales Mädchen lebte und nach der Schule in ein nahegelegenes Dorf heiratete, um ein einfaches Leben zu führen. Die Lehrer versuchten, meine Großmutter mehrmals zu überzeugen, aber sie blieb hartnäckig und schließlich gaben sie auf.
Doch der Traum meiner Mutter von einer sportlichen Karriere lebte weiter. Sie spielte im Schul-Basketballteam und war die Kapitänin des Mädchenteams, oft rannte sie über den Trainingsplatz oder nahm an Wettkämpfen teil. Meine Mutter war körperlich sehr fit und fand Freude und Stärke im Wettkampf. Das Schul-Basketballteam hatte bald Erfolg und wurde im ganzen Landkreis bekannt, später nahm es sogar an interregionalen Turnieren teil.
Als meine Mutter in der 11. Klasse war, begann die große Kulturrevolution. Lehrer wurden von den Rotgardisten gedemütigt und geschlagen, und die Menschen waren voller Angst und Unsicherheit. Meine Mutter war immer gut in Mathematik gewesen, und ihr Lieblingsmathelehrer wurde wiederholt kritisiert und erniedrigt. Kurz vor seinem Tod schenkte er meiner Mutter ein Schwarz-Weiß-Foto mit seiner Unterschrift und einer Widmung. Kurz darauf beging er Selbstmord.
Die revolutionäre Bewegung veränderte das Leben vieler Menschen radikal. Als meine Mutter die High School abschloss, gab es keine Universitäten, an denen sie sich bewerben konnte, also musste sie aufs Land zurückkehren und in der Landwirtschaft arbeiten. Meine Großmutter war der Meinung, dass meine Mutter alt genug war, um zu heiraten, also arrangierte sie die Hochzeit meiner Mutter mit meinem Vater, der aus einer armen Familie kam. Meine Mutter träumte von der Liebe und verließ ihre Eltern, um in das Dorf meines Vaters zu ziehen und ein neues Leben zu beginnen.
Die großen Veränderungen forderten ihre Anpassungsfähigkeit. Meine Mutter musste sich in den neuen familiären Verhältnissen zurechtfinden und sich in das Dorfleben einfügen. Sie kümmerte sich um ihre Schwiegereltern und zog drei junge Schwager groß. Sie nahm die Kinder auf den Schoß, wickelte sie und kümmerte sich um sie. Sie arbeitete mit den Dorfbewohnern zusammen, säte im Frühling, schnitt im Sommer das Getreide, erntete im Herbst die Früchte und sammelte im Winter Äste und Laub.
Im Dorf gab es einen Trocknungsplatz für Weizen, direkt neben dem Kindergarten und dem Altersheim. In der Freizeit saßen die älteren Männer in einer sonnigen Ecke, zogen die Köpfe ein und ließen ihre langen Nasen laufen, während sie plauderten oder Schach spielten. Die Kinder liefen und sprangen auf dem Platz herum. Einmal hatte der Kutscher des Dorfes ein Gewehr mit Sandkugeln mitgebracht und sich hinter einem Heuhaufen versteckt. Eine Gruppe Spatzen suchte auf dem Platz nach Nahrung, und plötzlich ertönte ein lauter Knall. Dutzende von Spatzen wurden getroffen. Die Erwachsenen stellten einen großen Kessel auf, kochten die Spatzen und die Kinder versammelten sich um den Topf und starrten die köstlichen Spatzen an.
Manchmal brachten Kinder einen Fußball mit, und die Kinder spielten auf dem Platz. Plötzlich legte meine Mutter ihre Arbeit nieder, schnappte sich den Ball und begann, Basketball zu spielen. Die Dorfbewohner staunten, wie sie auf dem Trocknungsplatz dribbelte und den Ball ins Netz warf. Im Herbst lag der Duft von Obst in der Luft, und die Arbeiter ernteten fleißig Äpfel, Birnen und anderes Obst. Die Äpfel waren groß und rot, die Birnen golden und saftig, und sie wurden in Wagen zur Lagerung gebracht. Meine Mutter zog zusammen mit anderen Arbeitern einen Wagen vorbei, als ich gerade am Fenster stand und sie sah. Sie nahm zwei oder drei Äpfel und steckte sie mir in die Tasche. Ich rannte nach Hause, um sie durch das Fenster in unser Haus zu werfen, damit wir abends etwas zum Naschen hatten.
Unser Haus befand sich in der südwestlichen Ecke des Hofes, es war nach Osten ausgerichtet und neben der einfachen Küche gebaut. Da kaum Sonnenlicht hereinkam, war das Innere dunkel. Meine Schwestern und ich saßen oft auf der Schwelle mit unseren metallenen Essschalen und aßen unser Abendessen. Oft aßen wir Maisbrei, und wenn es keine Beilagen gab, taten wir ein bisschen Essig und scharfe Chili-Sauce dazu, um es schmackhafter zu machen. Meine Mutter kochte den Maisbrei auf offenem Feuer, und weil das Feuer so heiß war, bildete sich am Boden des Topfes eine dünne Schicht verbrannter Kruste. Das war unser Nachtisch. Meine Mutter hob die Kruste ab und gab sie uns, und der knusprige, goldene Topfboden schmeckte wunderbar. Ich saß immer noch auf der Schwelle und kaute langsam an der Kruste. Die Hennen kamen herüber, um die heruntergefallenen Krümel zu picken. Eine der Hennen wurde ungeduldig, flog plötzlich auf meinen Teller und stahl sich ein Stück Kruste.
Wenn meine Eltern morgens zur Arbeit gingen, schlossen sie die Tür ab. Wenn meine Schwestern und ich von der Schule oder dem Kindergarten zurückkamen und vor verschlossener Tür standen, spielten wir einfach im Hof und machten Spiele mit anderen Kindern. An einem sonnigen Nachmittag, als wir spielten, hörten wir ein lautes Gegacker. Ich drehte mich um und sah, wie unsere Henne aufstand, mit dem Schwanz wackelte und stolz wegging. Sie hatte ein Ei gelegt. Ich lief hin, hob das noch warme Ei auf und rieb es vorsichtig an meiner Wange, bevor ich es vorsichtig in meine Tasche steckte, damit es nicht zerbrach.
Ich weiß nicht, wann meine Mutter zurückkam, aber als sie mich zum Abendessen rief, stellte sie fest, dass meine Tasche voll mit zerbrochenem Eiweiß und Eigelb war. Sie war wütend und bestrafte mich, indem sie mich im Hof stehen ließ. Ich stand unter dem Dach des östlichen Raumes und seufzte, während die Dämmerung langsam über das Dorf fiel. Mein Kopf war voller Gedanken, wie ich wieder ins warme Haus kommen könnte. Während ich in Gedanken war, kam ein Freund meines Vaters, und meine Eltern begrüßten ihn lächelnd. Das gab mir die Gelegenheit, ins Haus zu schlüpfen und mich ins Bett zu legen, ohne dass es jemand bemerkte.
Teil 3
Ein anderes Mal war ich krank und konnte nicht zur Schule gehen, also lag ich zu Hause auf dem Bett. Der Arzt kam vorbei, gab mir eine Spritze und verordnete Kräutermedizin. Meine Mutter kam oft zu mir und prüfte, ob ich Fieber hatte, flüsterte mir etwas zu und sprach beruhigend mit mir. Ich schlief oft ein, und ab und zu weckte sie mich, um mir eine Schale Medizin zu geben. In der Küche hörte ich das Klappern der Töpfe und Pfannen, und ich bekam langsam wieder Hunger. Nach einer Weile brachte mir meine Mutter Nudeln mit frischem Gemüse und feinem Fleisch. Sie hatte das nur für mich gemacht, aber ich hatte keinen großen Appetit und ließ die Stäbchen schnell fallen. Meine Mutter versuchte, mich zum Essen zu überreden, und meine Schwestern, die von der Schule zurückkamen, standen um das Bett herum und blickten gierig auf die Schale mit Nudeln. Sie waren neidisch, weil ich als Kranker so gutes Essen bekam, und das machte mich ein wenig hungrig, sodass ich weiteressen konnte.
Im Frühjahr ging meine Mutter zusammen mit den anderen Dorfbewohnern auf die Felder, um die Samen zu säen. Sie trug einen großen Kanister mit Ammoniaklösung auf dem Rücken und folgte der Saatmaschine. Der Kanister drückte schwer auf ihre Schultern, und der untere Rand rieb ständig an ihrer Hüfte. Nach einiger Zeit fühlte sie, wie es brannte, und dachte, dass vielleicht etwas nicht stimmte. Sie ging zum Teamleiter und bat ihn, es zu überprüfen, aber er schlug nur auf den Kanister und meinte, es sei alles in Ordnung. Meine Mutter biss die Zähne zusammen und arbeitete weiter, bis der Tag vorbei war.
Endlich war der Arbeitstag vorbei. Als sie nach Hause kam und sich umzog, stellte sie fest, dass ihre Hüfte an der linken Seite aufgescheuert war und das Ammoniak die Haut verletzte. Sie ging sofort zum örtlichen Arzt, um Hilfe zu bekommen, und der verschrieb ihr drei Monate Krankheitsurlaub. Aber auch während sie krank war, musste sie sich um die Familie kümmern, kochte weiter, wusch die Wäsche und flickte kaputte Kleidung.
Mit der Reform und Öffnung und der Einführung des Haushalts-Produktionssystems änderte sich das Dorfleben. Meine Mutter trug die Hauptverantwortung und arbeitete im Obstgarten, auf dem Feld und am Flussufer. Unser Haushalt kaufte viele neue landwirtschaftliche Geräte, und meine Mutter war ständig im Einsatz – vom Pflügen über die Aussaat bis hin zur Ernte und zum Spritzen von Pestiziden. Sie war überall und arbeitete in jeder Jahreszeit.
Eines Sommers, als die Wassermelonen auf der Sandinsel reif waren, mieteten meine Eltern einen Traktor, um eine ganze Ladung zu verkaufen. Sie zogen dicke Baumwollkleidung an und fuhren mit dem Traktor nachts zur Stadt, um am Frühmarkt zu verkaufen. Die Fahrt war holprig, und meine Eltern mussten sich am Rand des Traktors festhalten. Kurz bevor sie die Stadt erreichten, sprangen plötzlich drei Gestalten aus einem Busch auf die Straße und wollten sie anhalten. Mein Vater zögerte und bereitete sich darauf vor, anzuhalten, um sie anzusprechen. Doch meine Mutter erkannte die Gefahr und rief dem Fahrer zu, schneller zu fahren. Der Traktor beschleunigte, aber einer der Männer sprang auf den Anhänger und hielt sich an der Kante fest. Mein Vater drohte ihm mit einem Stock, konnte aber nicht zuschlagen. Meine Mutter kam zu Hilfe und griff die Hände des Mannes, bis er schließlich losließ und von der fahrenden Traktorenladung sprang.
Das Leben meiner Mutter war nie einfach, nie entspannt und voller Mühen und Anstrengung. Doch sie hielt immer durch und zeigte eine bemerkenswerte Stärke. Diese Stärke und Beharrlichkeit beeinflusste uns drei Geschwister stark und ließ uns früh erkennen, wie hart das Leben sein kann und wie wichtig es ist, sich durchzusetzen. Außer der Schule halfen wir oft bei der Feldarbeit. Als einziger Sohn und Ältester der Geschwister hatte ich mehr Verantwortung und musste oft mehr körperliche Arbeit leisten. Oft nahm ich meinen Schulranzen mit aufs Feld und arbeitete, bis es Zeit für die Schule war. Dann wusch ich mir schnell die Hände und lief zum Unterricht. Ich fühlte mich nicht gestresst oder überlastet, sondern war dankbar, dass meine Eltern nie zugelassen hatten, dass die Feldarbeit mein Studium beeinträchtigte. Die gesamte Planung und Organisation der Feldarbeit lag bei meinen Eltern, und ich half nur, wenn es nötig war.
Teil 4
Die Zeit verging, und meine Schwestern und ich wurden erwachsen. Doch meine Mutter begann schlechter zu sehen, ihre Haare wurden grau und sie ging langsamer. Ich lebte seit vielen Jahren in Deutschland, und die Gelegenheiten, meine Mutter zu sehen, wurden immer seltener. Jedes Mal, wenn ich nach Hause kam, ging sie nah an mein Gesicht, um mich genau anzusehen. Jedes Mal war sie traurig, weil wir uns kurz trafen und dann schon wieder Abschied nehmen mussten.
Liebe Mutter, sieh genau hin, genieße es und erinnere dich an das Gesicht deines Sohnes, an seine Augen, seine Nase, seinen Mund, damit du ihn vor deinem inneren Auge sehen kannst, wenn du ihn vermisst.
Liebe Mutter, sieh genau hin und spüre die Liebe in meinem Herzen, damit du die Wärme spürst, wenn du mich vermisst.
Liebe Mutter, sieh genau hin und erkenne die Melancholie und Trauer in meinem Herzen, damit du weißt, dass auch ich dich vermisse.
Liebe Mutter, schimpfe mich, weil ich nicht in der Nähe bin, um dich zu pflegen. Ich bin nicht da, um dich zu unterstützen. Frage nicht, warum wir uns immer trennen müssen und warum das Schicksal uns immer voneinander trennt. Seufze nicht über die Härte des Lebens und die Unbarmherzigkeit der Zeit. Denn das Leben ist eine Reise, und das Ende der Reise ist der Himmel, wo wir uns nie wieder trennen müssen.
Liebe Mutter, ich danke dir, denn du hast mich mit süßer Milch genährt und mich mit strenger Anleitung erzogen. Im Frühling hast du mir das Singen beigebracht, im Sommer hast du mit mir gespielt, im Herbst hast du mir Freude geschenkt, und im Winter hast du mich stark gemacht. Als meine Flügel schließlich stark genug waren, hast du mich mit sanften Händen freigelassen und mit liebevollem Blick verabschiedet.
Liebe Mutter, deine Liebe erfüllt mein Herz mit Tränen und Emotionen. Dein Schmerz lässt mich nicht schlafen, und jede Sekunde fühle ich deine Anwesenheit. Dein Atem ist mit meinem Atem verbunden, denn du hast mir das gelbe Gesicht gegeben und das chinesische Blut in meinen Adern. Nein, nicht nur ich, auch meine Kinder, mein Sohn und meine Tochter, wir sind alle deine treuen Kinder, Generation um Generation.
Liebe Mutter, meine Heimat, mein China, ich hoffe, du bleibst fröhlich und gesund, ich hoffe, du bist stark und wohlhabend. Ich hoffe, dass dein Volk bescheiden und friedlich bleibt, dass dein Land sicher und erfolgreich ist. Ich hoffe, dass deine Traditionen und deine Kultur weiterleben. Vor allem hoffe ich, dass China gesegnet bleibt und mein Land stolz in der Welt steht, um immer wieder neue Wunder zu schaffen.
(Erstentwurf im Mai 2015, Überarbeitung im Mai 2021, alle Rechte vorbehalten)
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评论
6 responses to “中国,我的母亲 Meine Mutter in China(cn | de)”
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魏老师今天晚上(五十分钟)的分享,每一句话都可能对我们有启发。
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感恩你冰冰哥!今晚的分享非常真实、幽默、生动且深刻。
今晚你的作品把我们的心集体疗愈了。
是你这个分享嘉宾开启了我的潜能,让我散发出了不一样的光。 -
刚才可可老师让我诵读您的文章,第二段,我泪流满面。
娘家的生活一幕一幕在我眼前展开。
不仅仅是文字的温度。
谢谢您用这种方式让我表达了我对我母亲的思念。
我们那一代人的生活。我还在流泪。
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最朴实无华的文字,流露着最真挚细腻的感情,直击人的内心深处,触发共同记忆,产生积极向上的力量。中国,我的母亲太棒了。
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谢谢您的鼓励,您太棒了
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穷人的孩子早当家。当初在农村中学教书的时候最能体会到这句话的分量。经常被学生们能吃苦耐劳的韧性感触,感叹交织着无奈。几十年过去了,没想到现在读这篇文章时忽然一切记忆犹新,乡愁满怀。
孟鑫

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