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在诗与散文的缝隙里,生命悄然栖居

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孕育生命 Leben hervorbringen(cn | de)

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作者:小羊冰冰

(图片作者:豆爸爸 版权:Creative Commons)

(一) 初尝主恩

我和妻子来德国不久就信主了。教会牧师夫妇很为我们高兴,邀请我们去他们家坐客。我吃过师母亲手做的美味佳肴,其中有一次吃的是珍珠黑米粥,那粥盛在碗里,晶莹剔透,色香俱佳,我狼吞虎咽,吞下肚去,竟然没尝出什么味道。师母笑了,又给我盛了一碗。

一位年长的姊妹,我们称她为慧姐,经常关心我们,到我家访问过多次,相谈甚欢。2001年的春天,慧姐又来家访,谈到深夜,我们送她去公交车站,不料天下起了小雨,淅淅沥沥的。我们都没有打伞,那春雨就一丝丝地落在头顶上,一点都不冷,反而让人觉得很惬意舒服,仿佛上帝的恩膏从天上降下来,落在了我们的身上。

那时我刚信主,开始向上帝祷告,就已经确切地感受到上帝的同在。我知道上帝听我的祷告,他虽然不直接和我说话,然而他却时刻在看顾我们,他的帮助总是在最恰当的时候出现在我们面前。

大学教授安排我出差,时间不巧,正是妻子要去学校办理手续的时候。妻子刚来乍到,人生地不熟,语言也不会,她就整天为此事忧心忡忡。我们在一起祷告,希望事情能有改观。过了一段时间,出差的日期突然推迟了两天,我刚好可以陪伴妻子办理她的事。

牧师知道我会拉二胡,希望我能在平安夜的时候参与司琴服侍,我却连二胡都没有,如何拉琴呢。又过了一个多月的时间,一位赵弟兄专程从汉诺威赶来,送给我一把精致的二胡,我及时地练习并顺利参与了平安夜的司琴服侍。

这样的事情发生得太多了,会让人习以为然,司空见惯,然而我却怀着感恩的心,知道这位上帝在听我们的祷告,看顾我们的生活。圣经上说,我们生活,动作,存留,都在乎他。

 我结婚好几年了,一直没有孩子。信主前,我们还很年轻,似乎不用着急。信主后,我们可以向上帝祷告要孩子,也不用着急。于是,我们就告诉牧师夫妇和弟兄姊妹我们想要孩子的事,大家都为我们祷告。一年过去了,没有动静。两年过去了,仍然没有动静,我们开始着急了,到处求医问药。妻子越来越紧张了,每一次希望破灭的时候,她都会痛哭一场。晚上我和妻子一起读圣经,许多次的时候,手一翻圣经,诗篇的那一节经文就跳出来了:

诗 篇128:3你妻子在你的内室,好像多结果子的葡萄树;你儿女围绕你的桌子,好像橄榄栽子。

多么宝贵的经文啊,我们的心里渐渐地又充满了温暖,升起了希望。其实,我们并没有在圣经上做标记,或者放入书签,上帝知道我们需要安慰和鼓励,他就让我们读到了那节经文。神啊,我结婚都7年了,至今没有孩子。只要有一个孩子,不管是男孩还是女孩,就感恩不尽了,哪敢想象儿女围绕桌子的情景。


(二) 人在旅途

2002年的夏天,我们打算出门旅游,换一换心情。于是我们参加了德国熊猫旅行社的旅游团,踏上了欧洲四国之旅。7月的天气,晴朗而热烈,同行的人很快就混熟了,导游是个年轻的大学生,讲话得体,安排周到,每一天在快乐中不知不觉就过去了。我们来到了我留过学的维也纳,在柔情的多瑙河畔漫步,我向妻子讲述过去的趣事,将开心的笑声和年轻的笑容映在了蓝蓝的水面上。同行的人中有一对老夫妻,突然之间,老婆当众发起火来,老伴非常尴尬难受,却也无处可逃,只好忍气吞声。一连好几天都是这样。我非常吃惊,心想少年夫妻这样闹闹还罢了,怎么这过了一辈子的老夫妻也这样啊。婚姻里难道没有爱情了吗? 什么时候爱情悄然隐退了呢? 没有爱情的婚姻,应该靠什么来维系呢?

我们来到了世界驰名的威尼斯,在圣马可广场上,成群的鸽子在和游人嬉戏。蔚蓝的海水倒映着美丽的城市身影,太息桥的前面挤满了各国的游客。我手扶着白玉石的栏杆,望向那连接两栋楼的短短的太息桥,想起这桥的故事,竟然不觉中也叹息了一声。

“天父啊,我们心里所愿的,我们的婚姻都在你的手中,愿你成为我们的帮助和安慰。”

“条条道路通罗马。” 我们终于到达罗马了。这座古老而神奇的城市,吸引无数的人来游览。圣经之罗马书就是写给罗马信徒的,而作者保罗则在罗马城殉道。市区的街道纵横交错,很多地方起伏不平,人行走在街上,摩托车不时在身边奔驰而过。城市的建筑古老而辉煌,气势宏伟,震撼人心。罗马的女子打扮时髦,美丽动人,清澈的眼睛流淌着生命的光彩。我们到了梵蒂冈,走进了大教堂。妻子突然扭过头,低声地对我说:

“我们要在这里为孩子的事祷告。”

我点点头。我们走到教堂的祭坛前面,挤在游人当中,心里默默祷告天上的神。

“神啊,我们心里愁苦,求你帮助我们,赐给我们一个聪明,健康,活泼,漂亮的孩子。我们愿意让这个孩子长大以后专心服侍你。”

美好的旅行还是接近了尾声,我们踏上了回程。旅行团在法兰克福解散,我们被安排坐上一辆几乎全空的旅游车返回多特蒙德。天气仍然十分晴朗,一路风景依旧绮丽迷人。妻子忽然说腹痛得厉害,就走到后排,躺在长座位上休息。我的心一下子从喜悦当中坠落,重新陷入一片迷茫。这次的旅行本来是为了完成她的心愿,也让她换一换心情。没想到事与愿违,上天不随人愿。过了好长时间,我的心里平静些许,就到后排去看妻子,她勉强坐起来,垂着眼帘,仿佛在掩饰眼底的泪花。终于到家了,我们舒了口气,空荡荡的房子有了一点生气,炉子上升起了热气,家乡菜的香味有些诱人的胃口。


(三) 孕育生命

日子一天天过去,我每天照例早起上班,来去匆匆。不久,隔壁楼上搬来了一家湖南人,我们好高兴见到祖国的同胞,经常和他们走动来往。妻子和邻居家的陈老太太很投缘,经常陪她去旧货市场选购东西。有一天的下午,妻子一个人在家,老太太忽然过来敲门。

老太太急切地说:

“我中午迷迷糊糊地睡着了, 有个声音对我说红怀孕了。我就着急过来看看,不知是不是真的?”

妻子很惊愕:

“不可能吧? 我们结婚都7年了,还没怀过孩子。”

老太太又说:

“我也不知道,只是这个声音很清晰啊,现在还在我的脑海里”。

妻子的心里一喜,笑道:

“伯母,谢谢你。希望这是真的”。

晚上,妻子告诉了我这件事,要我陪她去做妇科检查。我的心突突地跳着,半信半疑地看着妻子,不自觉地用眼光瞄了一下她的腹部。好不容易等到了看大夫的日子。上午的天气格外晴朗,夏天的影子还在到处游荡。医生做了超声波检查,说:

“祝贺您,您妻子怀孕了!”

我悬着的心忽地一下放下了,眼睛不由地湿润起来,谢过大夫,我们俩手牵手来到大街上。其实,我们从不在公开场合牵手,然而那天,一切似乎在突然间起了变化。整整七年过去了,多少次的盼望,多少次的失望,多少次的痛苦,多少次的眼泪,在这个甜蜜的时刻,一切都得到了最好的报偿。

我们回到家,我赶紧给国内的爸爸妈妈打电话。平时我每周都给家里打越洋电话报平安。电话的那头,妈妈像平常一样平静,絮絮叨叨地说着家长里短。我忍不住,就打断她说:

“妈,红怀孕了!”

 妈妈没有反应,只是嗯了一声。过了一会,她才问道:

“你是说,媳妇子怀孕了?”

“是的,大夫刚刚做过检查。” 

又是半晌的沉默,突然,妈妈的哭声从电话里传过来,我也忍不住哭了起来。

我开始变得勤快起来,自觉地承担起一部分的家务活,尤其是,像购买生活用品等粗重的活不能再让妻子承担了,她的负担实在太重了。其实在大夫确认前,妻子已经阅读了许多生育儿女的书,做了很长时间的体征记录,她已经比较确定怀孕的事了,只是我还蒙在鼓里。

(四) 绽放生命

妻子的身体越来越重了,我们来到多特蒙德市的约瑟夫医院,做了产前的学习和准备工作。爸爸妈妈已经从国内赶过来了,一家人都在等着迎接新生命的降生。

预产期到了,胎检指标都正常,却迟迟没有生产的迹象。我们一天等一天,这样一直过了九天,我们非常着急,就找到大夫说,如果明天还不生产,就做剖腹产手术。大夫勉强答应了。

这天邻居刚好带爸妈去荷兰看郁金香花展去了。晚上9点的时候,妻子突然腹痛难忍,我陪着她进入候产室。医生不时地做检查,麻醉师在妻子的脊椎处打了一剂助产针。我在旁边全程陪同,一边翻译医生的话,一边安慰鼓励妻子。分娩开始了,妻子躺在产床上,医生和助产护士全力协助生产,孩子迟迟生不出来。

我握着妻子的手,不断地祷告天上的神,忘记了喝水,忘记了时间。

医生说:

“她看上去使了很大的力气,可是胎儿还是不动。”

“让她往下使劲,就像拉大便的时候一样。”

我和医生一起指挥妻子做动作。终于,我看到黑绒绒的头顶出现了。我赶紧告诉妻子:

“快出来了。休息一下,再来。”

凌晨1点40,孩子终于生出来了,护士把她抱过来,放在我的手掌上。我捧着我们的女儿,一个刚刚才出生的生命,不禁热泪盈眶。女儿的一双大眼睛,忽闪忽闪地看着我,一头的黑发,头顶处有两寸多长,伸开小手小脚,平躺在我的掌心上。她的皮肤白皙,脸上没有初生婴儿的皱纹,像美丽的天使一样。

我摘掉眼镜,凑近女儿,让她看清爸爸的脸。护士笑道:

“她刚出生,还看不清东西。”

我回头向她笑了笑,又望向可爱的宝宝女儿。

女儿,你知道吗,从此我要天天守护你,直到你长大成人,走向自己的生活世界。

这一天是四月的复活节礼拜天。

(2024年5月17 德国柏林)


德文翻译版:

Die Entstehung eines neuen Lebens

Autor: Bing Bing

1. Gnade

Kurz nachdem meine Frau und ich nach Deutschland gekommen waren, fanden wir zum Glauben. Pastor Huang und seine Frau freuten sich sehr über uns und luden uns oft zu sich nach Hause ein. Wir haben viele leckere Gerichte probiert, die die Pastorenfrau selbst zubereitet hat. Einmal gab es schwarzen Reisbrei, der in der Schale glänzte und verlockend aussah. Ich konnte es kaum erwarten, ihn zu probieren, und schlang ihn hastig herunter, ohne den Geschmack wirklich zu bemerken. Die Pastorenfrau lächelte und schöpfte mir eine weitere Schale.

Eine ältere Schwester, die wir Qinghui nannten, kümmerte sich oft um uns und besuchte uns mehrmals zu Hause. Wir unterhielten uns immer sehr angeregt. Im Frühjahr 2001 kam Qinghui wieder zu Besuch, und wir sprachen bis tief in die Nacht. Als wir sie zur Bushaltestelle brachten, begann es unerwartet leicht zu regnen. Wir hatten keinen Schirm dabei, aber der Frühlingsregen fühlte sich nicht kalt an, sondern angenehm, als ob Gottes Segen auf uns herabregnete. Damals hatte ich gerade erst begonnen zu beten und spürte deutlich Gottes Gegenwart. Ich wusste, dass Gott meine Gebete hörte, auch wenn er nicht direkt zu mir sprach, sondern immer über uns wachte und uns zur rechten Zeit half.

Mein Universitätsprofessor wollte, dass ich auf Dienstreise gehe, aber der Zeitpunkt war unglücklich, da meine Frau gerade ihre Formalitäten an der Schule erledigen musste. Sie war neu hier, kannte sich nicht aus und sprach die Sprache nicht, und machte sich große Sorgen. Wir beteten gemeinsam, dass sich die Situation ändern würde. Nach einiger Zeit wurde die Dienstreise plötzlich um zwei Tage verschoben, und ich konnte meine Frau begleiten. Pastor Huang wusste, dass ich Erhu spielen konnte, und wollte, dass ich an Heiligabend beim Gottesdienst mitmachte. Doch ich hatte keine Erhu. Ein guter Monat später brachte mir Bruder Zhao aus Hannover ein feines Erhu, und ich konnte rechtzeitig für den Heiligabend-Gottesdienst üben.

Solche Ereignisse häuften sich, und ich nahm sie mit dankbarem Herzen als selbstverständlich hin, wissend, dass Gott unsere Gebete hört und über unser Leben wacht. Die Bibel sagt, dass wir in ihm leben, uns bewegen und sind. Ich begann, Gottes Wort und sein Wirken immer mehr zu verstehen.

Ich war schon mehrere Jahre verheiratet und hatte noch keine Kinder. Vor unserer Bekehrung waren wir jung und fühlten uns nicht gedrängt. Nachdem wir zum Glauben gekommen waren, beteten wir zu Gott um ein Kind und fühlten uns nicht mehr so unter Druck. Wir erzählten dem Pastor und den Geschwistern von unserem Wunsch, und alle beteten für uns. Ein Jahr verging, ohne dass etwas passierte. Zwei Jahre vergingen, und immer noch tat sich nichts. Wir begannen, uns Sorgen zu machen und suchten ärztlichen Rat. Meine Frau wurde immer angespannter und weinte jedes Mal, wenn ihre Hoffnungen zunichte gemacht wurden. Abends lasen wir oft gemeinsam in der Bibel, und oft sprang uns dabei dieser Vers aus den Psalmen ins Auge:

Psalm 128:3: „Deine Frau wird im Innern deines Hauses wie ein fruchtbarer Weinstock sein; deine Kinder werden um deinen Tisch herumsitzen wie junge Ölbäume.“

Was für ein kostbarer Vers. Unsere Herzen füllten sich mit Wärme und Hoffnung. Wir hatten keine Markierungen oder Lesezeichen in der Bibel, aber Gott wusste, dass wir Trost und Ermutigung brauchten, und ließ uns diesen Vers finden. „Gott, ich bin seit sieben Jahren verheiratet und habe immer noch keine Kinder. Wenn wir nur ein Kind bekommen könnten, wäre ich unendlich dankbar, ob Junge oder Mädchen. Ich hätte nie zu träumen gewagt, dass Kinder unseren Tisch umgeben würden.“

2. Sommerreise

Im Sommer 2002 planten wir eine Reise, um auf andere Gedanken zu kommen. Wir schlossen uns einer Reisegruppe des deutschen Panda-Reisebüros an und machten eine Tour durch vier europäische Länder. Das Wetter im Juli war klar und heiß, und wir freundeten uns schnell mit den anderen Reisenden an. Der Reiseleiter war ein junger Student, der seine Sache gut machte. Jeder Tag verging wie im Flug.

Wir kamen nach Wien, wo ich einst studiert hatte. Beim Spaziergang entlang der sanften Donau erzählte ich meiner Frau Geschichten aus der Vergangenheit. Unser Lachen und unsere Jugend spiegelten sich im blauen Wasser wider. Unter den Reisenden war ein älteres Ehepaar, und plötzlich begann die Frau in der Gruppe zu streiten. Ihr Mann war sichtlich verlegen, konnte aber nicht entkommen und musste es ertragen. Das wiederholte sich mehrere Tage lang. Ich war sehr überrascht und fragte mich, wie ein Ehepaar, das ein Leben lang zusammen war, so miteinander umgehen konnte. War die Liebe in der Ehe verschwunden? Wann war sie leise verschwunden? Wovon lebte eine Ehe ohne Liebe?

Wir besuchten Venedig, und auf dem Markusplatz spielten Tauben mit den Touristen. Das blaue Meer spiegelte die schöne Stadt wider, und die Seufzerbrücke war voller Touristen aus aller Welt. Ich lehnte mich an das weiße Marmorgeländer und blickte auf die kurze Brücke, die zwei Gebäude verbindet. Ich dachte an die Geschichte dieser Brücke und seufzte unbewusst.

„Vater im Himmel, unsere Wünsche und unsere Ehe liegen in deinen Händen. Sei du unsere Hilfe und unser Trost.“

„Alle Wege führen nach Rom.“ Schließlich erreichten wir Rom, diese alte und faszinierende Stadt, die viele Menschen anzieht. Der Römerbrief in der Bibel ist an die Gläubigen in Rom gerichtet, und der Autor Paulus wurde in Rom hingerichtet. Die Straßen der Stadt waren ein Gewirr von Kreuzungen, und an vielen Stellen war der Boden uneben. Wir gingen durch die Straßen, während Motorräder um uns herum fuhren. Die Gebäude in der Stadt waren alt und prächtig, majestätisch und beeindruckend. Die Frauen in Rom waren modisch gekleidet und strahlten Schönheit und Lebensfreude aus. Wir besuchten den Vatikan und gingen in die große Kirche. Meine Frau drehte sich plötzlich um und flüsterte mir zu:

„Wir sollten hier für unser Kind beten.“

Ich nickte. Wir traten an den Altar und mischten uns unter die Besucher, betend zu Gott im Himmel.

„Gott, wir sind voller Kummer. Bitte hilf uns und schenke uns ein kluges, gesundes, lebhaftes und schönes Kind. Wir sind bereit, dieses Kind großzuziehen, damit es dir später mit ganzem Herzen dient.“

Die schöne Reise ging zu Ende, und wir machten uns auf den Rückweg. Die Reisegruppe löste sich in Frankfurt auf, und wir fuhren mit einem fast leeren Reisebus nach Dortmund zurück. Das Wetter war weiterhin sehr schön, und die Landschaft war nach wie vor bezaubernd. Meine Frau klagte plötzlich über starke Bauchschmerzen und legte sich auf die Rückbank, um sich auszuruhen. Mein Herz sank von der Freude in eine neue Verwirrung. Diese Reise sollte ihren Wunsch erfüllen und sie auf andere Gedanken bringen. Doch es kam anders als erwartet, und der Himmel erfüllte unseren Wunsch nicht. Nach langer Zeit beruhigte sich mein Herz etwas, und ich ging nach hinten, um nach meiner Frau zu sehen. Sie saß mühsam auf und senkte den Blick, als ob sie ihre Tränen verbergen wollte. Schließlich kamen wir nach Hause, und wir atmeten erleichtert auf. Das leere Haus bekam etwas Leben, und der Herd dampfte mit dem Duft von Heimatgerichten, der den Appetit anregte.

3. Ein Leben erblüht

Die Tage vergingen, und ich ging wie gewohnt zur Arbeit. Bald zog eine Familie aus Hunan in das Nachbargebäude ein, und wir freuten uns, Landsleute zu treffen und pflegten oft den Kontakt. Meine Frau verstand sich sehr gut mit der Nachbarin, Frau Chen, und begleitete sie oft auf Flohmärkte. Eines Nachmittags, als meine Frau allein zu Hause war, klopfte Frau Chen plötzlich an die Tür.

„Ich bin mittags eingenickt und habe eine Stimme gehört, die mir sagte, dass Hong schwanger sei. Ich musste sofort herkommen und nachsehen, ob es stimmt“, sagte Frau Chen aufgeregt.

Meine Frau war überrascht: „Das kann nicht sein. Wir sind seit sieben Jahren verheiratet und haben noch nie ein Kind gehabt.“

„Ich weiß es nicht, aber die Stimme war so klar, sie klingt immer noch in meinem Kopf“, erwiderte Frau Chen.

Meine Frau freute sich innerlich und lächelte: „Vielen Dank, ich hoffe, das ist wahr.“

Am Abend erzählte mir meine Frau von dieser Begebenheit und bat mich, sie zu einer gynäkologischen Untersuchung zu begleiten. Mein Herz klopfte aufgeregt, und ich schaute halb zweifelnd auf den Bauch meiner Frau. Endlich kam der Tag der Untersuchung. Der Morgen war besonders sonnig, und der Sommer hielt sich noch überall. Der Arzt führte einen Ultraschall durch und sagte: „Herzlichen Glückwunsch, Ihre Frau ist schwanger!“

Mein Herz sprang vor Freude, und meine Augen wurden feucht. Wir dankten dem Arzt, und Hand in Hand traten wir auf die Straße. Normalerweise halten wir uns nie in der Öffentlichkeit an den Händen, aber an diesem Tag schien sich alles plötzlich zu ändern. Sieben Jahre waren vergangen, voller Hoffnungen und Enttäuschungen, Schmerzen und Tränen. In diesem süßen Moment schien alles eine wunderbare Belohnung zu finden.

Zu Hause rief ich sofort meine Eltern in China an. Normalerweise rief ich jede Woche an, um ihnen zu sagen, dass es uns gut ging. Am anderen Ende der Leitung war meine Mutter wie immer ruhig und erzählte von alltäglichen Dingen. Ich konnte nicht länger warten und unterbrach sie: „Mama, Hong ist schwanger!“

Meine Mutter reagierte zunächst nicht und murmelte nur ein „Hm“. Nach einer Weile fragte sie: „Sagst du, dass deine Frau schwanger ist?“

„Ja, der Arzt hat es gerade bestätigt.“

Es folgte eine lange Stille, und dann hörte ich, wie meine Mutter am anderen Ende zu weinen begann. Auch ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten.

Ich begann, fleißiger zu werden und übernahm einen Teil der Hausarbeit, besonders die schwereren Aufgaben, damit meine Frau entlastet wurde. Sie hatte schon lange Bücher über Schwangerschaft gelesen und ihre Anzeichen dokumentiert. Sie war sich fast sicher, dass sie schwanger war, noch bevor der Arzt es bestätigte. Aber ich war völlig ahnungslos.

4. Geburt

Meine Frau wurde immer schwerer, und wir gingen ins St. Josef Krankenhaus in Dortmund, um uns auf die Geburt vorzubereiten. Meine Eltern waren inzwischen aus China angereist, und wir warteten alle auf die Geburt des neuen Lebens.

Der Geburtstermin war erreicht, alle Werte waren normal, aber es gab keine Anzeichen für eine Geburt. Wir warteten Tag für Tag, und nach neun Tagen wurden wir sehr besorgt und sprachen mit dem Arzt. Er stimmte schließlich zu, am nächsten Tag einen Kaiserschnitt zu machen.

An diesem Tag waren die Nachbarn mit meinen Eltern nach Holland gefahren, um die Tulpenausstellung zu sehen. Um 21 Uhr bekam meine Frau plötzlich starke Wehen, und ich begleitete sie in den Kreißsaal. Die Ärzte untersuchten sie regelmäßig, und der Anästhesist gab ihr eine Wehenförderungsspritze in die Wirbelsäule. Ich war die ganze Zeit bei ihr, übersetzte die Worte der Ärzte und ermutigte meine Frau. Die Wehen begannen, und meine Frau lag auf dem Entbindungsbett, während die Ärzte und Hebammen sie tatkräftig unterstützten. Doch das Kind kam nicht heraus.

Ich hielt die Hand meiner Frau, betete unablässig zu Gott und vergaß dabei Zeit und Durst.

„Sie sieht aus, als ob sie große Anstrengungen unternimmt, aber das Baby bewegt sich nicht“, sagte der Arzt. „Lassen Sie sie nach unten drücken, wie beim Stuhlgang.“

Gemeinsam mit dem Arzt gab ich meiner Frau Anweisungen. Schließlich sah ich einen schwarzen Haarschopf erscheinen und sagte schnell: „Es kommt! Mach eine Pause und dann weiter!“

Um 1:40 Uhr in der Nacht kam unser Baby endlich zur Welt. Die Krankenschwester brachte es zu mir und legte es in meine Hände. Ich hielt unsere Tochter in meinen Händen, ein frisch geborenes Leben, und meine Augen füllten sich mit Tränen. Ihre großen Augen blickten mich an, ihr schwarzes Haar war oben am Kopf mehr als zwei Zentimeter lang, und sie streckte ihre kleinen Hände und Füße aus und lag in meinen Händen wie ein wunderschöner Engel.

Ich nahm meine Brille ab, beugte mich vor und ließ meine Tochter das Gesicht ihres Vaters sehen. Die Krankenschwester lächelte und sagte: „Sie ist gerade geboren, sie kann noch nichts sehen.“

Ich lächelte zurück und blickte wieder auf meine süße Tochter.

„Meine Tochter, weißt du, von nun an werde ich dich jeden Tag beschützen, bis du erwachsen bist und dein eigenes Leben führst.“

Dieser Tag war der Ostersonntag im April.

Berlin, Deutschland, 17. Mai 2024, alle Rechte beim Autor

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